Windrose: Das beste Piraten-Survival seit Jahren – und trotzdem empfehle ich dir nicht Nitrado

Zwei Piratenfiguren, von denen eine eine Muskete auf sich richtet, stehen auf einem Schiff. Der Text lautet „Windrose Nitrado“, darüber sind Logos zu sehen und darunter ein stilisiertes Schiffslogo sowie der Titel „Windrose“.

Ich habe Sea of Thieves drei Wochen lang gespielt und dann aufgehört. Nicht weil das Spiel schlecht ist. Sondern weil ich alleine gespielt habe. Ein Piratenabenteuer zu sechst auf einem geteilten Server? Traumhaft. Alleine auf hoher See? Trostlos. Windrose hat dieses Problem gelöst. Und gleichzeitig ein neues geschaffen. Denn wenn du im Spiel auf „Dedicated Server erstellen“ klickst, landest du bei Nitrado. Und das ist nicht zwingend die beste Entscheidung.

Windrose & Nitrado: Das Wichtigste auf einen Blick

Windrose ist das stärkste Piraten-Survival-Spiel, das ich seit Jahren gespielt habe. Co-op bis 8 Spieler, 50 bis 70 Stunden Kampagne, Soulslike-Kampf und Schiffsbau in einer Welt. Seit April 2026 im Early Access, vollständig spielbar.

Wenn eure Gruppe mindestens zu zweit spielen möchte und mehrere Monate gemeinsame Spielzeit plant, lohnt es sich jetzt einzusteigen. Wartet ihr jedoch auf eine fertige Version, solltet ihr euch noch gedulden, da diese voraussichtlich erst 2027 oder 2028 erscheinen wird.

Für den Windrose Server empfehle ich ZAP-Hosting*. Den im Spiel beworbenen Anbieter Nitrado würde ich nicht buchen ! Warum das so ist, erkläre ich weiter unten mit echten Zahlen.

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Was Windrose in zwei Stunden schafft, was Sea of Thieves in fünf Jahren nicht hinbekommen hat

Ich bin ehrlich: Ich war skeptisch. Ein weiteres Piraten-Survival-Spiel, Early Access, Pocketpair Publishing, klingt nach Hype ohne Substanz. Dann habe ich es angespielt und war nach zwei Stunden zu weit draußen auf See um noch umzukehren.

Windrose kombiniert Dinge die eigentlich nicht zusammenpassen sollten: Soulslike-Kämpfe, Schiffsbau, Basis-Building auf Inseln, Co-op bis zu acht Spielern und eine Hauptgeschichte mit 50 bis 70 Stunden Content. Das ist keine Feature-Liste die ein Marketing-Praktikant zusammengewürfelt hat. Das fühlt sich im Spiel tatsächlich so an. Der Kampf hat Gewicht. Die Schiffe haben Heft. Und wenn die erste Kanone abgefeuert wird, weißt du warum du heute Abend keinen anderen Plan mehr brauchst.

Das Wichtigste: Windrose ist von Grund auf für Co-op gebaut. Nicht als nachträgliches Feature. Nicht als optionaler Modus. Als Kern. Jede Quest, jede Schiffsschlacht, jede Festung ist besser zu viert. Das ist kein Zufall. Das war so geplant, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wurde.

Early Access 2026 ist nicht mehr das was es mal war. Und das ist das Problem

Ich sage das mit voller Überzeugung: Der Begriff „Early Access“ hat in den letzten Jahren komplett seine Bedeutung verloren.

Früher bedeutete Early Access: rohe Idee, rauer Zustand, günstiger Preis, großes Risiko. Heute bedeutet Early Access je nach Spiel: vollständig spielbares Spiel mit 50 Stunden Content das einfach noch keinen 1.0-Stempel hat. Oder: unfertiger Tech-Demo-Schrott der seit vier Jahren in Early Access dümpelt und nie erscheinen wird. Ich habe beide Varianten erlebt. Bei Valheim das eine, bei zu vielen anderen Titeln das andere. (Valheim ist seit dem 9. September 2026 aus dem Early Access )

Windrose ist das Erstere. Die Entwickler von Kraken Express haben von Anfang an kommuniziert: Das Spiel ist spielbar, die Geschichte ist da, 50 bis 70 Stunden Kampagne warten. Early Access bedeutet hier nicht „halbfertig“, sondern „wir wollen euer Feedback bevor wir den finalen Schliff setzen.“

Trotzdem sage ich dir: Überleg dir ob du jetzt einsteigen willst. Nicht weil Windrose schlecht ist. Sondern weil du als Multiplayer-Gruppe genau eine Frage beantworten musst, bevor du vier Server-Monate bezahlst: Ist eure Gruppe bereit, sich ein Jahr lang mit einer Welt zu beschäftigen die sich noch verändert? Wenn ja: sofort einsteigen. Wenn ihr lieber auf ein fertiges Erlebnis wartet: 2027 oder 2028 ist die vollständige Version geplant.

Windrose & Nitrado: ein ehrlicher Preisvergleich

Nitrado ist offizieller Partner. Das heißt nicht viel.

Wenn du Windrose startest und auf „Dedicated Server erstellen“ klickst, landest du bei Nitrado. Offizielles Partner-Badge, direkt im Spiel verlinkt.

Ich verstehe, warum ein kleines Studio so eine Partnerschaft eingeht, das ist wirtschaftlich sinnvoll. Was dabei untergeht: Offizieller Partner heißt ausgehandelt, nicht getestet. Niemand bei Kraken Express hat fünf Hoster nebeneinandergelegt und den besten ausgesucht. Es hat sich einer gemeldet und bezahlt.

Nitrado ist nicht schlecht. Der Server läuft, das Panel kennt jeder. Nur ist es im aktuellen Preisvergleich der teuerste Anbieter im Feld, es gibt keinen Rabattcode, und unter acht Slots geht dort gar nichts. Wenn ihr zu viert segelt, zahlt ihr für vier leere Plätze.

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Welchen Server ich buchen würde

ZAP-Hosting*. Und zwar aus dem Grund, den ihr von mir kennt: Ich glaube nicht an Server, bei denen niemand sagt, was drin ist. Windrose skaliert über den Arbeitsspeicher und über sonst gar nichts, der Hersteller selbst setzt für vier Spieler zwölf Gigabyte an. ZAP ist der einzige der fünf, der überhaupt eine Zahl nennt, und der einzige, bei dem ich nachlegen kann, wenn unsere Welt wächst. Bei allen anderen kaufe ich Slots und hoffe.

GPORTAL*, wenn ihr erst mal reinschauen wollt. Dort mietet ihr für drei Tage, und für ein Wochenende reicht das völlig. Bei einem Early-Access-Spiel ist das ehrlich gesagt der vernünftigste Einstieg.

DAWN Server*, wenn das Budget knapp ist. Bei acht Slots der Preissieger, und ihr macht damit nichts falsch mit 20% Rabatt. Aber erstmal Testen

Nitrado* nur wenn ihr den Button im Spiel schon gedrückt habt. Es funktioniert. Der Server läuft. Es funktioniert. Ihr zahlt eben am meisten dafür.

Was ihr in jedem Fall lassen solltet: den eigenen PC als Server. Der Hersteller empfiehlt dafür 24 Gigabyte RAM im Rechner, weil Spiel und Server gleichzeitig laufen müssen. Und selbst wenn ihr die habt: Sobald du das Spiel beendest, steht das Schiff still. Das ist kein Server, das ist Babysitting.

Mein Fazit: Windrose hat das Zeug zum nächsten großen Survival-Hit, wenn die Entwickler liefern

Ich habe nach Sea of Thieves aufgehört an Piratenspiele zu glauben. Windrose hat mich überzeugt. Das Co-op-Gerüst ist das stärkste in diesem Genre seit Valheim. Die Schiffskämpfe haben mehr Tiefe als ich erwartet hatte. Die Survival-Schleife hält länger als die meisten Early-Access-Spiele die ich in den letzten Jahren gesehen habe.

Aber ich muss ehrlich bleiben: Ein Early-Access-Spiel von einem neuen Studio zu empfehlen, bedeutet immer, eine Wette abzuschließen. Kraken Express hat geliefert, was sie versprochen haben: spielbares Spiel, stabile Basis, regelmäßige Updates. Das Vertrauen ist da. Ob es in zwei Jahren noch da ist, hängt davon ab ob sie ihre Roadmap einhalten.

Wenn ihr als Gruppe jetzt einsteigen wollt: Startet mit vier Spielern, so hat der Hersteller es gedacht, und lasst die nächsten Wochen einfach laufen. Windrose ist gut genug, um euch mehrere Wochenenden zu beschäftigen. Das ist im Jahr 2026 mehr, als die meisten Vollpreis-Spiele schaffen.

Den Link zu Nitrado im Hauptmenü könnt ihr ignorieren. Ihr kennt jetzt die Alternativen.

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Nicolás
Nicolás

Nicolás Xavier Gómez – oder einfach NXGOMI, weil niemand beim Einloggen Zeit für drei Namen hat. Jahrgang 2000 – und der einzige Spanier den du kennst der seinen Urlaub lieber auf Campingplätzen zwischen den Niederlanden und Italien verbringt als am Strand in Málaga. Meine Familie versteht es auch nicht. Gaming läuft bei mir seit ich denken kann: Minecraft war mein erstes großes Ding – damals noch mit YouTube-Tutorials die aussahen als wären sie mit einer Kartoffel aufgenommen worden. Heute zocke ich immer noch Minecraft – BedWars bleibt heilig – jage Messer-Kills in CS2, streife durch Los Santos in GTA FiveM und ziehe mit meiner Discord-Gruppe durch Valheim. Je nach Tagesform entweder Clutch-God oder komplette Katastrophe. Und da sind wir beim Thema: Ich bin der Typ der bei 200ms Ping im Discord ausrastet. Ich glaube nicht an 2GB-RAM-Minecraft-Server – das ist kein Sparen, das ist Frust vorprogrammieren. Wenn ein Hoster dann noch keinen Live-Chat hat und mich mit einem Support-Ticket abspeist während meine Gruppe wartet, ist der für mich raus. Deshalb teste ich selbst und schreibe hier nur über das was ich wirklich kenne.

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